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585 Gigawatt mehr: Erneuerbare Stromerzeugung wächst in neuer Größenordnung

Good News · Themenbeitrag

Der Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung erreichte 2024 einen dokumentierten Rekord. Weltweit kamen 585 Gigawatt Leistung hinzu, meldet die Internationale Organisation für Erneuerbare Energien. Die Zahlen zeigen technische und wirtschaftliche Dynamik. Sie sagen jedoch nicht, dass ebenso viel Strom erzeugt wurde oder alle Weltregionen gleichermaßen vom Ausbau profitieren.

Was die Rekordzahl tatsächlich misst

Nach der IRENA-Statistik für 2025 stieg die weltweit installierte erneuerbare Stromerzeugungsleistung im Jahr 2024 um 585 Gigawatt auf insgesamt 4.448 Gigawatt. Erneuerbare Energien stellten damit 92,5 Prozent des globalen Nettozuwachses an Stromerzeugungsleistung. Das ist ein bemerkenswerter Strukturwandel beim Ausbau von Kraftwerken. Allerdings beantworten diese Zahlen eine andere Frage als der Anteil erneuerbarer Energien an der tatsächlichen Stromversorgung. Installierte Leistung beschreibt, was Anlagen unter bestimmten Bedingungen leisten können. Die erzeugte Strommenge hängt zusätzlich von Wetter, Standort, Betriebsstunden und Netzanschluss ab. Für Leserinnen und Leser ist diese Trennung entscheidend: Der Rekord belegt einen stark gewachsenen Anlagenbestand, aber nicht, dass bereits mehr als neun Zehntel des weltweit verbrauchten Stroms erneuerbar wären.

Warum mehr Anlagen einen Unterschied machen

Neue Wind-, Solar- und andere erneuerbare Anlagen erweitern die Möglichkeiten, Strom ohne laufende Verbrennung fossiler Brennstoffe bereitzustellen. Der dokumentierte Ausbau schafft dafür eine größere materielle Grundlage. Ob daraus die erwarteten Vorteile entstehen, hängt jedoch vom gesamten Stromsystem ab. Netze müssen neue Erzeugungsorte verbinden, Nachfrage und Angebot müssen zusammenpassen, und vorhandene Anlagen müssen tatsächlich genutzt werden können. Auch Speicher und flexible Verbraucher können dabei eine Rolle spielen. Die Rekordzahl ist deshalb am besten als Fortschritt bei einer notwendigen Voraussetzung zu verstehen. Sie ersetzt weder den Blick auf die Stromerzeugung noch auf Emissionen. Gerade diese nüchterne Einordnung macht die Nachricht belastbar: Weltweit werden nicht nur Ziele formuliert, sondern in großem Umfang zusätzliche Anlagen errichtet und statistisch erfasst.

Der Ausbau bleibt ungleich verteilt

IRENA weist ausdrücklich auf erhebliche regionale Unterschiede hin. China stellte 2024 fast 64 Prozent des weltweiten Leistungszuwachses. Ein globaler Rekord bedeutet somit nicht automatisch, dass unterversorgte Regionen vergleichbar schnell aufholen. Außerdem reichte das damalige Wachstum nach der IRENA-Berechnung noch nicht aus, um den angestrebten weltweiten Ausbau bis 2030 sicherzustellen. Dafür wäre anschließend ein höheres jährliches Wachstum erforderlich gewesen. Solche Zielpfade sind von den bereits beobachteten Ergebnissen zu unterscheiden. Die positive Entwicklung bleibt dennoch erheblich: Erneuerbare Anlagen werden in einer Größenordnung zugebaut, die das Stromsystem sichtbar verändert. Die nächste Qualitätsfrage lautet nicht nur, wie viele Gigawatt entstehen, sondern auch wo sie entstehen, wie zuverlässig sie Strom liefern und wem dieser Strom zu bezahlbaren Bedingungen zugänglich wird.

Quellen & weiterführende Informationen

Mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen in eigenen Worten erstellt. Forschungsergebnisse, technische Prototypen und gesicherte Erkenntnisse werden im Text unterschieden. Dieser Themenbeitrag ist keine tagesaktuelle Meldung.

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