Good News · Themenbeitrag
Elektrizität ermöglicht Licht, Kommunikation und viele alltägliche Arbeitsprozesse. Für 2023 dokumentiert der internationale Energie-Fortschrittsbericht einen erneuten Zuwachs: Rund 92 Prozent der Weltbevölkerung hatten grundlegenden Stromzugang. Die Zahl der Menschen ohne Versorgung sank. Doch ein Anschluss allein garantiert weder bezahlbaren Strom noch eine zuverlässige Versorgung rund um die Uhr.
Ein Fortschritt trotz Bevölkerungswachstum
Im Jahr 2023 wuchs die Zahl neuer Stromanschlüsse weltweit schneller als die Bevölkerung. Der 2025 veröffentlichte Bericht Tracking SDG 7 beziffert den globalen Zugang auf rund 92 Prozent. Die Zahl der Menschen ohne Strom sank gegenüber dem Vorjahr um etwa 19 Millionen auf 666 Millionen. Das ist mehr als eine Verbesserung des Prozentwerts: Auch die absolute Versorgungslücke wurde kleiner. Gerade in schnell wachsenden Regionen ist diese Unterscheidung wichtig, denn viele zusätzliche Anschlüsse können entstehen, ohne dass die Zahl unversorgter Menschen deutlich fällt. Die Daten zeigen für 2023 einen tatsächlichen Schritt nach vorn. Sie beschreiben allerdings grundlegenden Zugang und nicht automatisch eine Versorgung, die für alle gewünschten Geräte, Erwerbstätigkeiten oder öffentlichen Einrichtungen gleichermaßen ausreichend ist.
Warum dezentrale Lösungen wichtig werden
Viele Menschen ohne Strom leben in abgelegenen oder wirtschaftlich benachteiligten Gebieten. Dort kann es aufwendig sein, ein großes Verbundnetz bis zu jeder Siedlung zu erweitern. Der Fortschrittsbericht hebt deshalb dezentrale erneuerbare Lösungen hervor, darunter solare Haussysteme und kleine lokale Netze. Für Afrika südlich der Sahara stellten solche Lösungen zwischen 2020 und 2022 mehr als die Hälfte der neuen Stromanschlüsse bereit. Das bedeutet nicht, dass ein kleines Solarsystem dieselben Möglichkeiten bietet wie ein leistungsfähiger Netzanschluss. Unterschiedliche Versorgungsformen erfüllen unterschiedliche Bedürfnisse. Der praktische Gewinn liegt darin, dass Haushalte nicht in jedem Fall auf den vollständigen Ausbau großer Infrastruktur warten müssen. Zugleich bleiben Wartung, Ersatzteile, Finanzierung und die Möglichkeit einer späteren Erweiterung entscheidend für dauerhaften Nutzen.
Die verbleibende Lücke ist besonders hartnäckig
Rund 85 Prozent der Menschen ohne Elektrizität lebten 2023 in Afrika südlich der Sahara. Obwohl dort etwa 35 Millionen Menschen Zugang erhielten, sank die Zahl der Unversorgten aufgrund des Bevölkerungswachstums nur um ungefähr fünf Millionen. Diese Zahlen erklären, warum sichtbare lokale Erfolge mit einer weiterhin großen regionalen Lücke zusammenbestehen. Nach Einschätzung des Berichts reicht das weltweite Tempo nicht aus, um universellen Zugang bis 2030 zu erreichen. Das ist eine Aussage über den damaligen Entwicklungspfad, keine Unveränderlichkeit. Für die Bewertung künftiger Fortschritte zählen deshalb mehrere Fragen zugleich: Wer erhält Zugang, wie verlässlich funktioniert er und welche Kosten entstehen? Die gute Nachricht von 2023 ist ein realer Rückgang der Versorgungslücke. Die anspruchsvollere Aufgabe bleibt eine Stromversorgung, die Menschen langfristig tatsächlich nutzen können.
Quellen & weiterführende Informationen
- Weltbank: Tracking SDG 7 – The Energy Progress Report 2025worldbank.org
- Weltbank und Partner: Energy Access Has Improvedworldbank.org
Mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen in eigenen Worten erstellt. Forschungsergebnisse, technische Prototypen und gesicherte Erkenntnisse werden im Text unterschieden. Dieser Themenbeitrag ist keine tagesaktuelle Meldung.
